Kultur
Istrien hat eine beneidenswerte Geschichte. Hier haben zahlreiche Völker ihre Spuren hinterlassen: Histri, Kelten, Römer, Byzantiner, Venezianer, Österreicher, Italiener.
Die ersten Beweise vom Bestehen des Urmenschen auf dem Gebiet Istriens datieren aus der Zeit des älteren Paläolithikums. Eine der am besten erhaltenen Örtlichkeiten der urgeschichtlichen Bauten ist Nezakcij – die Hauptstadt der Histra (wahrscheinlich der ersten Einwohner Istriens), welche sich neben Pula befindet.
Die meisten erhaltenen römischen Denkmäler befinden sich in Pula – der Tempel von August, die Tür Herkules`, die Zwillingstüre, der Triumphbogen der Familie Sergi, das kleine römische Theater und das prachtvolle Amphitheater, welches in jener Zeit vorwiegend den Gladiatorenkämpfen diente. Elliptisch geformt konnte es ca. 20.000 Zuschauer aufnehmen.
Die istrische Therme im Tal des Flusses Mirna ist bereits seit römischen Zeiten bekannt als Thermalkurort, mit Quellen warmen Schwefelheilwassers, reich an Mineralien. Das nördlichste istrische Städtchen Umag wurde von römischen Adeligen entdeckt und sie entschlossen sich dazu, es sich als ihre Sommerresidenz anzueignen. Die Inselgruppe Brijuni besitzt eine Reihe an archäologischen Örtlichkeiten mit römischen Überresten, während die Stadt Poreč anhand ihrer urbanistischen Form interessant ist. Poreč besitzt gleichzeitig auch eine der schönsten frühbyzantinischen Kirchen in Europa genannt Basilika des Euphrat.
Der gesamte Komplex der Basilika des Euphrat (Kirche, Taufkirche, Atrium, sowie der ehemalige Bischofspalast) sind in die UNESCO Liste des weltlichen Denkmalerbes eingetragen.
Rovinj wird Sie mit seinen engen mittelalterlichen Gässchen und der warmen mediterranen Atmosphäre verführen. Die Hauptkirche des Hl. Eufemie beinhaltet Reliquien der Heiligen und stellt eine der schönsten barocken Realisationen in Istrien dar. Neben der Basilika des Euphrat stehen auf der Warteliste von UNESCO in Pula auch die antiken Denkmäler, sowie die mittelalterlichen Fresken in kleinen Kirchen, Arbeiten nationaler Meister.
Die Städtchen im Inneren von Istrien lagen meistens an den Spitzen von Hügeln, welche ihnen natürlichen Schutz boten. Zusätzlich wurden die Städte wegen der häufigen Angriffe der benachbarten Feudalen oder sogar Venedig durch Stadtmauern mit einer Reihe an Burgen und Türmen, sowie häufig auch durch eine bewegliche Brücke gesichert. Das attraktivste mittelalterliche Städtchen Istriens ist Motovun, dessen Panorama eines der bekannten Symbole des Inneren Istriens ist. Unumgänglich sind auch Labin, Pićan, Buzet - Stadt der Trüffel, Grožnjan - Stadt der Künstler, Hum und Roč – wichtige geschichtliche Mittelpunkte der glagolithischen Schrift. Zwischen diesen zwei Orten erstreckt sich eine Allee der Glagolithiker, erbaut aus 10 Denkmälern aufgestellt zwischen dem Jahr 1977 und 1981, als Erinnerung an diese Schrift.
Download von kulturell-geschichtlichen Führern (http://www.novigrad-cittanova.hr/pdf/Kulturno_povijesni_vodic.pdf )