Kultur und Geschichte Novigrads

Das Gebiet um Novigrad war schon seit der Urgeschichte besiedelt, während in der unmittelbarer Nähe der Altstadt Überreste zahlreicher Landvillen aus der Antike entdeckt wurden.

Novigrad wurde zum ersten Mal im Jahre 599 in einem Brief von Papst Gregor I an Erzbischof Marinian von Ravenna erwähnt. In einem wichtigen Dokument vom Anfang des 9. Jahrhunderts wird Novigrad als Civitas Nova erwähnt, während es im 12. Jahrhundert als Emona und Emonia erscheint.

Im Stadtzentrum befindet sich das neue Lapidarium Museum, ein Bespiel für dynamische und moderne Räumlichkeiten, die erfolgreich dem Bild alter Museen trotzen. Es wird besonders den Jugendlichen gefallen. In Glas und umgeben von Grün hütet Lapidarium eine der wichtigsten Sammlungen von Steinstatuen in ganz Kroatien. Zu den wichtigsten Denkmälern gehört das Mauritius-Ziborium vom Ende des 8. Jahrhunderts. Es ist gut aufbewahrt und eines der seltenen Beispiele karolingischer Kunst auf diesem Gebiet.

Unweit vom Museum im Erdgeschoss des alten Palastes der Familie Rigo befindet sich die Gallerie Rigo. Dieser nicht allzu großen Gallerie konnte nicht einmal Noam Chomsky, der bekannteste Intellektuelle heutzutage, widerstehen. Das begabte Team der Leiter hat in der Gallerie auch eine Ausstellung organisiert, worin die Werke des berühmten Andy Warhol und einer Reihe anderer anerkannter einheimischer und ausländischer Künstler gefeiert werden.

Der Palast Rigo ist ein Kulturdenkmal per se. Es wurde im Jahre 1760 in barockem Stil errichtet und war die Stadtresidenz der Patrizierfamilie Rigo, die eine markante Spur in der Geschichte von Novigrad hinterlassen hat. Die Zierelemente an der Stirnwand sind einzigartig unter den istrianischen Palästen dieser Zeit.

Die Familie Rigo hat im selben Zeitraum auf der nur einen Kilometer entfernten Halbinsel Karpinjan eine Landvilla errichtet. Der Palast wurde 1762 als Mischung von venezianischem und mitteleuropäischem Barock gebaut. Der Komplex umfasste Wohn- und Wirtschaftsgebäude, sowie die Kapelle der hl. Lucia.

Die Pfarrkirche des hl. Pelagius und des hl. Maximus ist eine dreischiffige Basilika. Die ursprüngliche Form bekam sie im altchristlichen Zeitraum (V-VI Jh.), zu Zeiten als das Bistum von Novigrad gegründet wurde. Sie hatte auch ein Taufbecken, das 1782 zerstört wurde, sowie ein Gebäude mit Bischofswohnung. Der alte Glockenturm an der Stirnwand der Kathedrale wurde 1874 zerstört und es wurde ein neuer, alleinstehender, gebaut. Die Kirche wurde in den Jahren 1408, 1580, 1746 und 1775 gründlich renoviert. Im Mittelalter war der Innenraum mit Freskos bemalt und die heutige neoklassizistische Stirnwand wurde 1935 zu Ende gebaut.

Unter dem Barockaltar befindet sich eine frühromanische Krypta, die einzige in Istrien und eine von wenigen in Kroatien.

Das Kloster in Dajla hat eine turbulente Geschichte hinter sich und war im Besitz vieler fremder Hände. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde es nach den Entwürfen eines französischen Architekten, dem es sein heutiges Äußeres verdankt.